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Friedhof der Gemeinde Adass Jisroel

Tucholskystraße 40
10117 Berlin

Tel.: 030/2813135
Fax.: 030/2813122

Internet: Homepage


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Der Gemeindefriedhof der Israelitischen Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin liegt im Stadtbezirk Weissensee. Seine Adresse lautet Wittlicher Strasse 14, ursprünglich lautete die Adresse 'An der Falkenberger Chaussee'. Eröffnet wurde er mit der ersten Bestattung am 24. Februar 1880, beerdigt wurde damals das Gemeindemitglied Abraham Michelsen, s.A., ein Berliner Jude aus dem 18. Jahrhundert, gestorben im 95. Jahr seines Lebens (Grabstelle: Feld A, Reihe 1, Nr. 2). Es ist überliefert, dass es in gesetzestreuen Gemeinden üblich war, Kohanim mit dem Ausheben der ersten Grabstelle zu befassen. Kohanim, die eigentlich nur in einem zuvor von Tumáh unberührten Ort - vor Eintreffen des Met - sich ohne Bedenken aufhalten und tätig werden können. Die Adass Jisroel war 1869 gegründet worden, sie baute eigene Institutionen auf, unterhielt eine eigene Synagoge und andere Einrichtungen, verstand sich aber noch Jahre danach in gewisser Weise als Teil der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Das 2,09 Hektar große Friedhofsgelände war vorsorglich am 22. Dezember 1873 erworben worden. Der Gemeindemäzen Gustav Hirsch (aus der Eberswalder Eigentümerfamilie des dortigen Messingwerks, die 'Hirsch-Kupfer') hatte für die Gemeinde das Areal gekauft und vorrichten lassen. Nach dem Erlass des 'Austrittsgesetzes' vom 28. Juli 1876, das die institutionelle jüdische Pluralität außerhalb der bisher einzigen Jüdischen Gemeinde zuließ, ertönte es erbost aus der Jüdischen Gemeinde 'Wenn der Hildesheimer nicht mit uns zusammen leben will, soll er auch nicht mit uns zusammen begraben werden'. Hinzu kam noch, dass Vorschriften und Bräuche, die bisher unangezweifelt überliefert wurden, eine schleichende Veränderung erfahren hatten: So wurden z.B. für die Beerdigungen oft nicht mehr die schlichten, metallfreien Aronot (Holzschreine), sondern aufwendig verarbeitete Särge verwendet. Große, prunkvolle Grabmale wurden ebenso genehmigt wie der Besuch der Gräber an Schabbatot und Feiertagen.

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Friedhof der Gemeinde Adass Jisroel
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